Push – Pull – Fachmedien – crossmedial

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Online-Marketing-Instrumente werden in Push-Marketing und Pull-Marketing unterteilt. Dabei handelt es sich um zwei Marketing-Strategien mit dem Ziel ein Produkt auf dem Markt zu platzieren, bzw. zu vertreiben.

Push-Marketing beschreibt klassische Werbemaßnahmen, die z.B. in Form von Werbebannern auf Websites oder Anzeigen in Fachmagazinen auf ein bestimmtes Produkt aufmerksam machen.

Im Pull-Marketing hingegen wird beispielsweise guter Content geboten, der Usern die Informationen gibt, die sie sich wünschen. Auf diese Weise wird eine Bindung zu einem Unternehmen und seinen Produkten geschaffen. Es werden quasi Köder ausgeworfen, in der Hoffnung, dass potenzielle Kunden anbeißen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich beide Strategien miteinander zu kombinieren, bzw. sie gezielt nacheinander für ein Produkt einzusetzen.

Ob Push- oder Pull-Strategie oder die Kombination, wichtig dabei ist die Kenntnis der sogenannten „customer journey“. Sie definiert die einzelnen Etappen, die ein potentieller Kunde durchläuft, bevor er sich für den Kauf eines Produktes oder die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen entscheidet und darüber hinaus. Die einzelnen Etappen bieten Ansatzmöglichkeiten, den zukünftigen Kunden mit passgenauem Content abzuholen. Und dazu zählt auch bei weiterem Vordringen des Online-Marketings die klassische Print-Werbung. Diese, intelligent mit Online-Marketing-Maßnahmen verknüpft, verspricht insbesondere im B2B-Bereich nach wie vor nachhaltige Wirkung.

Das Umfeld zählt
Crossmedialen Kampagnen im B2B-Bereich entfalten ihre spezifische Wirkung, wenn sie in einem hochwertigen und zugleich thematisch relevanten Umfeld platziert werden. Die s mag eine Binsenweisheit sein, doch gerade im Hinblick auf Glaubwürdigkeit und Effizienz, insbesondere im Hinblick auf das Online-Marketing, sollte dieser Rat befolgt werden. Das journalistische Umfeld eines etablierten Fachmediums beeinflusst die Werbemaßnahme und die werbende Marke unmittelbar, während Rezipienten die Maßnahme unabhängig von Medienkanal und Nutzergruppe deutlich positiver bewerten.

Print bleibt „in“
Im Zusammenhang mit der DSGVO haben gedruckte Fachmedien wieder an Bedeutung gewonnen. Die aktuelle Leseranalyse Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung 2019 hat gezeigt, dass Printmedien speziell für Entscheider unverzichtbar und in dieser Zielgruppe sehr weit verbreitet sind: 83 Prozent der B2B-Entscheider nutzen gedruckte Fachmedien, um sich über Produkte und Lösungen zu informieren. Sie schätzen die Glaubwürdigkeit, Seriosität, Neutralität und Vielfalt von Fachmedien in allen Phasen der Customer-Journey. Um Professionals zu erreichen, gehören Printmedien zu jeder Fachkampagne.

Crossmedial
Websites von Fachmedien sind als kuratierte und somit verlässliche Informationsquellen im beruflichen Kontext den Ergebnissen von Suchmaschinen, den Onlineauftritten von Verbänden und ähnlichen Organisationen, den Herstellerseiten und Fachforen gegenüber im Vorteil. Diese Tatsache sollten jede Kommunikationskampagne im B2B-Bereich berücksichtigen und digitale Fachangebote auf der Werbeagenda haben. Schließlich erachten knapp 80 Prozent der B2B-Entscheider jene Unternehmen, die regelmäßig in Fachmedien werben, als wichtige Anbieter im jeweiligen Markt. Mit derartiger Werbung kann das Image eines Unternehmens nachhaltig gesteigert werden – zu vergleichsweise niedrigen Kosten. Schon heute ist es kostengünstiger, eine Adverorial-Kampagne zur Leadgenerierung über ein etabliertes Fachmedium zu verschicken, als eine Adwords-Kampagne durchzuführen.