Print gewinnt in der Pandemie an Einfluss

Durch Corona wird Printwerbung wieder besser aufgenommen. Foto: Pixabay
Durch Corona wird Printwerbung wieder besser aufgenommen. Foto: Pixabay

Welche Werbekanäle wirken am stärksten im von Corona beeinflussten Leben? Dieser Frage ging die intervista AG mit einer Werbewirkungsstudie im Auftrag der Schweizerischen Post nach. Eines der zentralen Ergebnisse: Printwerbung feiert in der Corona-Krise ein Comeback.

Wie eine Studie zeigt, hat Papierwerbung plötzlich wieder an Stellenwert gewonnen: Fast die Hälfte der Deutschschweizer gibt an, dass sie Werbesendungen im Briefkasten mehr beachtet. 57 Prozent fühlen sich von dieser Werbeform sogar am ehesten zum Kauf inspiriert.

Warum ist das so? 52 Prozent der Befragten geben an, dass die Corona-Krise ihr Konsumverhalten maßgeblich verändert hat. Sie halten mehr Ausschau nach Schnäppchen (18 Prozent), achten stärker auf Qualität (20 Prozent) und kaufen vermehrt inländische Produkte (30 Prozent). Dieser Trend wird anhalten: 44 Prozent der Teilnehmer sagen voraus, auch später ein verändertes Konsumverhalten zu haben.

48 Prozent der Befragten erklärten zudem, adressierte Werbesendungen zu beachten – mit großem Abstand der höchste Wert von allen Media. Es folgten Fernsehen (40 Prozent), soziale Netzwerke (26 Prozent) und die Werbung auf Suchmaschinen und Websites (19 Prozent).

Immer öfters bildschirmmüde

Besonders die junge Generation ist bildschirmmüde geworden. 53 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nimmt dieses Gefühl öfters wahr. Der Anteil liegt signifikant höher als bei den übrigen Altersgruppen. Entsprechend sorgen bei der jungen Generation 42 Prozent der Befragten aktiv dafür, bildschirmfreie Zeit genießen zu können.

Auch in anderen Bereichen zeigen sich bei der jungen Generation größere Veränderungen. 54 Prozent geben an, dass die Post für sie wichtiger geworden ist. Für 38 Prozent ist der Briefkasten wichtiger geworden. Die Bedeutung von Paketen hat bei zwei Altersgruppen besonders stark zugenommen: bei den 18- bis 29-Jährigen (65 Prozent Zustimmung) und den 30- bis 44-Jährigen (68 Prozent).

Die Studie fragte auch ab, wie stark die Teilnehmer durch Werbekanäle bereits zum Kauf von Produkten oder Dienstleistungen motiviert worden sind. 57 Prozent geben als Antwort an, aufgrund von persönlich adressierten Werbesendungen schon Käufe getätigt zu haben. Mit großem Abstand folgen Inserate in Zeitungen und Zeitschriften (32 Prozent) und Werbung per E-Mail-Newsletter (31 Prozent).

Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut intervista AG im Februar 2021 mehr als 1000 Personen in der Deutschschweiz. Die Stichprobe für die standardisierte Online-Befragung war nach Alter, Geschlecht und Bildung bevölkerungsrepräsentativ.